Kategorien
Close Kategorie Auswahl

Ein Tag am Set eines Spielfilms

Ein Filmdreh am Kaunertaler Gletscher? Ja genau, Du hast richtig gelesen. Immer wieder kann man am Kaunertaler Gletscher Schauspielern aus aller Welt über die Schulter gucken und ihnen beim Dreh eines neuen Films zusehen.

Mitte Jänner dieses Jahres war es wieder so weit! Die „Bergretter“ drehten wieder ihr beinahe schon traditionelles „Winterspecial“ bei uns am Kaunertaler Gletscher.

Da ich selber auch noch nie bei einem Filmdreh dabei war, war ich zu Beginn abgespannt und etwas aufgeregt, da ich noch nicht wusste, was da alles auf mich zukommen wird.
Natürlich stellte ich mir selbst im Vorhinein zahlreiche Fragen:

  • Habe ich überhaupt die Chance die Hauptdarsteller „hautnah“ zu erleben?
  • Wie werden sie reagieren wenn man sie anspricht?
  • Wie werden Action-Szenen überhaupt gedreht?

An diesem Tag hatte das Filmteam die Base direkt am Gletscherparkplatz eingerichtet. Als ich näher kam, konnte ich zahlreiche Busse und Container erkennen. Diese, wie mir später gesagt wurde, dienten als „mobile Maske“ und zur Verpflegung der Crew. Da ich mich bei den Verantwortlichen angemeldet habe, wurde ich vom Produktionsleiter gleich herzlich empfangen. Dieser erklärte mir dann ausführlich den Aufbau des Sets und wo heute die Szenen gedreht werden. Zu meinem Glück, wurden gerade an diesem Tag die Szenen im Gletschereis gedreht! Das war natürlich perfekt. Der Drehort befindet sich nämlich direkt am Gletscherbruch. Nun hatte ich auch endlich mal die Chance auf diesen wunderschönen Aussichtspunkt zu gelangen. Von hier oben hat man nämlich den perfekten Blick auf das Gletscherskigebiet.
Bevor es aber zum Set ging, wurde mir noch versprochen, dass ich mit dem Hauptdarsteller Sebastian Ströbel ein kurzes Interview führen darf. Natürlich war ich da total angespannt und aufgeregt, da ich nun tatsächlich die Chance hatte, einen Filmstar persönlich zu treffen.

Nach kurzer Wartezeit (Sebastian Ströbel musste noch für den Dreh vorbereitet werden) war es dann so weit. Auf einmal stand er direkt vor mir und meinte: „Komm wir setzen uns hier in die Sonne, dann können wir gemütlich quatschen!“. Mit dabei war auch seine Masseurin, die ihm noch die letzten Verspannungen im Genick lösen sollte. Das störte uns aber nicht und wir fingen an über „Gott und die Welt“ zu quatschen. Er erzählte mir auch, dass er sich jedes Jahr freut wieder ins Kaunertal zu kommen, da er die Ruhe und die schöne Natur sehr schätzt. Auch er nützt immer die Gelegenheit und geht in seiner Freizeit selbst am Gletscher Skifahren.

Auf einmal hieß es dann, dass wir schleunigst auf das Set müssen, da nun die Szene dran ist, in der Sebastian Ströbel vorkommt. Zum Set auf den Gletscherbruch ging es mit dem Skidoo. Oben angekommen konnte ich erstmals ein richtiges Filmset bestaunen. Vor mir sah ich zahlreiche Kameras und jede Menge Leute. Ich hätte mir nie gedacht, dass es für einen einzelnen Film so viele Personen benötigt.

Kaum waren wir oben angekommen, startete das Team auch schon mit der nächsten Szene, die actionreicher nicht sein könnte. Hauptmotiv war eine Gletscherspaltenbergung. In dieser Szene musste Sebastian Ströbel Nebendarstellerin Luise Bähr aus einer gefährlichen Situation mittels Taubergung retten.

Alleine die Konstruktion, die Hubschrauber und Tau darstellte, war originell. Eine Leiter wurde umfunktioniert und mittels Flaschenzug zum Helikopter upgegradet. So konnte eine spektakuläre Taubergung mit relativ wenig Aufwand gefilmt werden.

Da die beiden Schauspieler natürlich Profis sind, waren die Szenen schnell im Kasten. Nachher hatte ich auch noch kurz Gelegenheit mit Luise Bähr und Sebastian Ströbel ein gemeinsames Bild zu machen.

Alles in allem Blicke ich auch heute noch auf einen spannenden Tag zurück und freue mich schon auf die nächsten Film-Drehs am Kaunertaler Gletscher.

Daniel Frizzi
Marketing Kaunertaler Gletscherbahnen
Daniel Frizzi
Marketing Kaunertaler Gletscherbahnen