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Frühlings-Skitour auf den Glockturm

Start der sehr attraktiven Skitour ist direkt an der Kaunertaler Gletscherpanoramastraße. Dieser fährt man ca. 20 km (von der Mautstelle entfernt) entlang, bevor man dann sein Auto am Straßenrand bzw. an der Parkbucht beim Eingang zum Riffltal stehen lässt.

Da hier bis weit ins Frühjahr hinein viel Schnee liegt, kann man mit dem Auto direkt an den Start der Tour fahren – somit erspart man sich einen mühsamen Fußmarsch zur Einstiegsstelle. Beim Einstieg auf ca. 2.300 m hat man bereits einen wundervollen Ausblick auf die gigantische Bergwelt des Kaunertaler Gletschers. Von hier aus kann man auch schon ungefähr erahnen in welch wunderschönes Gebirgstal die Skitour führt.

Nach einer kurzen „Eingehphase“ mit nur sehr geringem Anstieg kommt gleich das erste Steilstück. Zum Glück, denn die knapp 1.000 Höhenmeter erledigen sich ja nicht von alleine. Nach ungefähr 20 Minuten hat man das erste Steilstück aber schon wieder hinter sich gelassen. Bereits ab hier hat man das Ziel – den Glockturm – schon fest im Visier. Für all jene, die an Bergsteiger-Traditionen festhalten:


BEI GIPFELBLICK GIBT ES NORMALERWEISE IMMER EINEN „GIPFEL-SCHNAPS“. DIESEN MÜSSTE MAN IN DIESEM FALL SCHON ZIEMLICH AM ANFANG DER TOUR TRINKEN.

Ab hier begibt man sich dann auf sehr angenehmen Geländen mit nur geringer Steigung in Richtung Gipfel. Wirft man einmal einen Blick zurück, kommt man aus dem Staunen fast nicht mehr heraus. Von hier aus hat man nämlichen einen erhabenen Blick auf ein riesiges Gletscherplateau – den Gepatschferner. Dieser zählt mit ungefähr 18 km² Fläche zu den größten Gletschern in Europa. Beeindruckend ist auch noch die Dicke des Eises, das an manchen Stellen mehrere Hundert Meter dick ist.

Schaut man ein wenig nach rechts, kann man auch den höchsten Berg im Kaunertal – die Weißseespitze (3.526 m) – sehr gut erkennen. Vor allem die beeindruckende massive Nordwand ist unverkennbar.

Nach dem man die umliegende Bergwelt erkundet hat, geht es wieder weiter in Richtung unseres Tourenziels. Der 3.355 m hohe Glockturm baut sich immer noch mächtiger vor einem auf. Langsam erkennt man auch, dass man bis zum tatsächlichen Ziel noch einige Höhenmeter zu bewältigen hat.

Die letzte Stunde des Aufstieges geht eigentlich nur mehr bergauf (teilweise auch steil bergauf). Da die Skitour aber eine sehr beliebte ist, sind eigentlich fast zu jeder Zeit Aufstiegsspuren vorgegeben, die den Aufstieg um einiges erleichtern.

Hat man einmal die 3.000 Höhenmeter-Grenze überwunden, wir der Aufstieg um einiges anstrengender – viele bezeichnen dies auch als „magische Grenze“, da ab diesem Bereich die dünnere Höhenluft deutlich besser zu spüren ist. Da man aber den Gipfel immer fest im Visier hat, kann man auch die restlichen Höhenmeter mit viel Motivation bewältigen.


UNGEFÄHR 100 M UNTER DEM GIPFEL BEFINDET SICH DAS SOGENANNTE „SKIDEPOT“. HIER DEPONIEREN DIE MEISTEN TOURENGEHER IHRE SKI UND LAUFEN DIE LETZTEN METER ZU FUSS ZUM GIPFEL HOCH. DA DER SCHLUSSANSTIEG EXTREM STEIL IST, IST ES EMPFEHLENSWERT, DEN GIPFEL OHNE SKIER ZU BESTEIGEN

Nach ungefähr 3 Stunden Gehzeit, 1.000 Hm und 10 km Strecke hat man sein Ziel nun endlich erreicht! Am Gipfel angekommen vergisst man den teilweise sehr anstrengenden Aufstieg schnell, da die atemberaubende Aussicht auf die anderen Gipfel mehr als Entschädigung ist.

Nach einer kurzen Rast und einem „Gipfelbier“ geht es dann aber schon wieder zurück zum „Skidepot“, da man ja schlussendlich auch die Abfahrt bei traumhaften Firnverhältnissen genießen möchte.


Bei der Abfahrt mit den Skiern hat man zwei Möglichkeiten:

1. Man fährt entlang der Aufstiegsspur zurück in Tal.
Wenn man im Geländefahren eher unerfahren ist, dann ist das auf jeden Fall die sicherste Variante um wieder zurück zum Auto zu gelangen.

2. Sucht man jedoch auch noch bei der Abfahrt etwas Abwechslung, dann fährt man am besten links neben der Aufstiegsspur. Hier kann man auch an stark besuchten Tagen noch unverspurte Felsrinnen und Hänge erwischen.


Nach ungefähr einer halben Stunde kommt man wieder direkt zum Ausgangspunkt zurück. Auch wenn der Aufstieg zum Teil anstrengend war, machen die Aussicht auf die umliegenden Gipfel und die Abfahrt diese Anstrengungen schnell wieder vergessen.


ALLES IN ALLEM LÄSST SICH SAGEN: EINE WUNDERSCHÖNE SKITOUR IN EINER BEEINDRUCKENDEN BERGWELT, DIE DURCH EINE TRAUMHAFTE FIRNABFAHRT IHR PERFEKTES ENDE FINDET.

Daniel Frizzi
Marketing Kaunertaler Gletscherbahnen
Daniel Frizzi
Marketing Kaunertaler Gletscherbahnen